Aktuelle Zuwendungen an das Markgrafenmuseum Ansbach

23. Mai 2017

Markgräfliches Pferdekummet kehrt in das Museum zurück

Pferdekummet 23.05.2017 Pferdekummet 23.05.2017 Pferdekummet 23.05.2017

Der Initiative des Kunstvereins Ansbach als Förderverein des Markgrafenmuseums ist es zu verdanken, dass ein historisches Pferdegeschirr der späten Markgrafenzeit 2016/17 restauriert werden konnte und nun zu den Glanzstücken des Spezialmuseums zählt.

Das historische Zierkummet mit figürlicher Schnitzerei und Bemalung stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Das Kummet besteht aus Holz mit schwarz-weiß bemaltem Leder, die Füllung aus Stroh und Rosshaar. Die Bekrönung stellen zwei schwarz gefasste Adlerköpfe aus Weichholz dar.

Um Spuren der historischen Benutzung zu erhalten, wurde durch das renommierte Restaurierungsatelier Pracher in Würzburg eine behutsame Reinigung und Festigung vorgenommen. Bewusst wurde auf Ergänzungen verzichtet, um das Pferdegeschirr als Primärdokument zeigen zu können. Ein derartiges Pferdegeschirr (H 96 cm, B 67 cm, T 22 cm) kam etwa beim Ziehen einer Kutsche oder eines Wagens zum Einsatz. Mit der markanten, hohenzollerschen schwarz-weiß-Bemalung stellt es ein seltenes Stück zur höfischen Alltagsgeschichte dar.


29. Juni 2015

Medizinisches Fachbuch mit wertvollen Kupferstichen übergeben

Buch von Christoph Jacob Trew 29.06.2015 Buch von Christoph Jacob Trew 29.06.2015 Buch von Christoph Jacob Trew 29.06.2015

Das Markgrafen-Museum hat zwei neue Objekte für seine Sammlungen geschenkt bekommen: Der Kunstverein Ansbach hat aus seinen Vereinsmitteln zwei Exponate für insgesamt 2.500 Euro erworben. In einer Feierstunde haben die Vorsitzende des Kunstvereins, Renate Herrmann, und ihr Stellvertreter Alexander Biernoth, die Exponate an die Oberbürgermeisterin Carda Seidel und den Museumsleiter Dr. Wolfgang Reddig übergeben.

Bei den beiden Exponaten handelt es sich um ein medizinisches Fachbuch des am 16. April 1695 in Lauf bei Nürnberg geborenen Christoph Jacob Trew. 1736 bekam er den Titel eines markgräflich Ansbachischen Leibarztes und Hofrats verliehen. Noch kurz vor seinem Tode am 18. Juli 1769 wurde er zum Ansbachischen Geheimen Rath ernannt.

Das nun vom Kunstverein Ansbach überreichte Buch trägt den Titel "Osteologische Tafeln oder Abbildungen aller Beine eines vollkommenen menschlichen Körpers nach der Natur, sowohl einzeln als in der ordentlichen Verbindung nach ihrer äuserlichen Gestalt in der natürlichen Gröse nach seiner Anweisung vorgestellet; nebst derselben Beschreibung eines Unbenannten / Ausgefertiget und verleget von Georg Lichtensteger Kupferstecher und Nicolaus Friederich Eisenberger Mahler".

Gedruckt wurde das Buch zwei Jahre vor seinem Tod in Nürnberg. Auf dem Titelblatt wird Trew als "Ihro Kaiserl. Majestät und Ihro Hochfürstl. Durchl. zu Brandenb. Onolzbach Raths und Leib-Arzts" bezeichnet. Das Werk ist in keiner öffentlichen Bibliothek in Bayern vorhanden, lediglich in der Staatsbibliothek Berlin. Das Buch mit seinen eindrucksvollen Kupferstichen menschlicher Körperteile hat der Kunstverein für 1200 Euro im Kunsthandel erworben.

Für 1300 Euro hat der Kunstverein die Vorzeichnung für das Titelkupfer der Leichenpredigten zu den Funeralien des Markgrafen Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach im Jahr 1686 mit kleiner Stadtansicht Ansbachs angeschafft. Über der kleinen Stadtansicht ist der Spruch "Wie Sonn und Mond der Erd stäts scheint, Bleib Anspach Dir das Glück vereint" zu lesen.

Die Vorsitzende Renate Herrmann betonte bei der Übergabe, dass sich der Kunstverein seit den 1970er Jahren als Förderverein des Markgrafen-Museums versteht und seit der Eintragung ins Vereinsregister dieser Fördergedanke auch der Hauptpunkt für die Gemeinnützigkeit des Vereins ist. Der Kunstverein habe schon etliche Dauerleihgaben dem Museum zur Verfügung gestellt, die nun erworbenen Exponate werden dem Museum aber geschenkt. Oberbürgermeisterin Carda Seidel bedankte sich seitens der Stadt Ansbach für die "großzügige Spende", wie sie sagte. Museumsleiter Dr. Reddig betonte, dass beide Werke eine wichtige Bereicherung für die Sammlung des Markgrafen-Museums darstellen und er kündigte an, ausgehend von dem neuen medizinischen Werk in der Zukunft Naturwissenschaftler, die in Ansbach wirkten oder hier geboren wurden, im Museum zu präsentieren.


25. Juli 2014

Verschnaufpause auf Designhockern

Designhocker im Markgrafenmuseum Designhocker im Markgrafenmuseum

Verschnaufpause im Markgrafenmuseum: Künftig können müde Besucher direkt vor ihrem Lieblingsausstellungsobjekt eine Pause einlegen. Zu verdanken ist dies dem Kunstverein Ansbach, der 20 Hocker im Wert von insgesamt 2.000 Euro gesponsert hat.

Beim Probesitzen wurden diese von AKuT-Leiterin Ute Schlieker als bequem eingestuft. Die Stühle einer schwedischen Firma seien international gefragt und hätten sogar einen Designerpreis gewonnen, teilte Museumsleiter Dr. Wolfgang F. Reddig nicht ohne Stolz mit. Bewusst habe man sich für ein tragbares Modell entschieden, damit die Museumsgäste ihren Sitzplatz selbst wählen können. Auch 2. Vorsitzender Alexander Biernoth lobte die flexiblen Sitze, die leichter als manche Frauen-Handtasche seien.

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